Der Familienalltag, solange die Küche umgebaut wird

Landschaftsillustration

Ein Umbau bringt Staub, Lärm und fremde Menschen ins Haus, und vor allem nimmt er der Familie den Ort, an dem sich sonst alles trifft. Ohne Küche fehlt nicht nur der Herd, sondern auch der Platz für Frühstück, Gespräche und den Abwasch. Wer sich vorher überlegt, wie der Alltag in dieser Zeit aussehen soll, erspart sich viele Diskussionen zwischen Tür und Angel.

Eine kleine Ersatzküche einrichten

Am besten entsteht früh eine Ecke, in der das Nötigste steht: ein Wasserkocher, ein Kühlschrank oder eine Kühlbox, ein Tisch, ein paar Teller, Becher und Besteck. Alles andere wird in Kisten verpackt und ordentlich beschriftet, sodass man später weiß, was wo liegt. Je weniger Geschirr benutzt werden kann, desto weniger fällt zum Abwaschen an. Das ist ein Vorteil, den man gern in Kauf nimmt.

Auch die Mahlzeiten dürfen einfacher werden. Brot, Obst, Salat und Gerichte, die ohne großen Aufwand gelingen, tragen die Familie gut durch diese Zeit. Wer im Voraus plant, welche einfachen Mahlzeiten in der Woche auf den Tisch kommen, muss abends nicht ratlos vor dem Regal stehen. Manchmal ist es auch schön, an einem Abend gemeinsam draußen zu essen und den Ausnahmezustand ein wenig zu feiern.

Die Aufgaben müssen neu verteilt werden, weil sich Wege und Handgriffe ändern. Vielleicht trägt eine Person das Geschirr täglich zum Waschen in ein anderes Bad, während eine andere den Staub im Auge behält und die Türen zu den Baustellenräumen geschlossen hält. Kinder können dabei helfen, Schuhe an der Tür stehen zu lassen und persönliche Dinge aus dem Staubbereich zu räumen. So hat jeder eine Rolle in dieser besonderen Zeit.

Hilfreich ist ein Wochenrückblick: Was hat sich bewährt, was nervt, was lässt sich ändern? Ein kurzes Gespräch reicht, und oft genügt schon eine kleine Anpassung, damit es wieder besser läuft. Auch ein freier Nachmittag ohne Baustellenlärm, an dem die Familie gemeinsam spazieren geht, tut allen gut und gibt neue Kraft. Zuletzt lohnt es sich, den Blick nach vorn zu richten. Die neue Küche wird kommen, und die gemeinsame Erinnerung an die Notlösung wird vermutlich zu einer Geschichte, über die man später lacht.